Geschichte der Schule

1989 - Gründung der Schule

Erstmals erwähnt wird die Österreichische Schule Budapest in einem Kulturabkommen aus dem Jahr 1989. Die Republik Österreich und die damalige Volksrepublik Ungarn vereinbarten die Gründung einer Schule, deren Ziel die Vertiefung der kulturellen und nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern sein sollte. Auf Wunsch des ungarischen Partners wurde als Schultyp ein ORG nach österreichischem Vorbild gewählt, dessen Fächerkanon mit Ungarischer Grammatik und Literatur sowie Ungarischer Heimatkunde ergänzt wurde. Als Abschluss war eine österreichische Reifeprüfung vorgesehen, die in beiden Ländern ohne weitere Nostrifikation anerkannt wird. Der Unterricht sollte von österreichischen Subventionslehrern und ungarischen Ortskräften erteilt werden.

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Das Abenteuer begann und wurde zum Erfolg, weil den österreichischen und ungarischen Lehrerinnen und Lehrern die Einmaligkeit ihrer Aufgabe bewusst war und sie kreativ, mit hoher Einsatzbereitschaft die Herausforderungen annahmen und sie das Gemeinsame vor das Trennende stellten und die Eltern diesem beherzten Team vertrauten und lernwillige Schülerinnen und Schüler ihre Chance wahrnahmen und zielstrebig ans Werk gingen.

Dieses Vertrauen, diesen Teamgeist und diese Lernwilligkeit wünsche ich der Österreichischen Schule Budapest für eine weitere erfolgreiche Zukunft.

Hofrat Dir. Mag. Alexander Kulman, Direktor der Österreichischen Schule Budapest (1990 – 2009) / Festschrift "20 Jahre Österreichische Schule Budapest" (2010)

 

1990 – 1994 - Was sich an einer so kleinen Schule alles tut!!!

12. September 1990: Feierliche Eröffnung der Österreichischen Schule Budapest durch Frau Unterrichtsminister Dr. Hilde Hawlicek (Österreich) und Herrn Staatssekretär Dr. Károly Manherz (Ungarn). Der Schulbetrieb wird mit 50 SchülerInnen und 6 LehrerInnen aufgenommen - 1013 Budapest, Tábor u. 2-4

25. Oktober 1990: Gemeinsame Feier zum Ungarischen und Österreichischen Nationalfeiertag

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10 - 12. Dezember 1990: Die ersten Aufnahmeprüfungen: Mehr als 800 Bewerber melden sich für das Schuljahr 1991/92.

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2. September 1991: Das Schuljahr 1991/92 starten wir mit 12 LehrerInnen und 90 SchülerInnen.

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4. Feber 1994: Der erste Maturaball der Österreichischen Schule in den Räumlichkeiten des Kulturinnov am Szentháromságtér.

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16.  Mai 1994: 25 MaturantInnen treten zur ersten Reifeprüfung an.

(Jahresbericht 1990-1995, S. 28 – Auszug)


1994 - Die erste Matura

... Az érettségi vizsga - legalábbis az én nézetem szerint - nemcsak a diák vizsgája, de összegzés, megerősítés, feladat megjelölés a pedagógusok, az iskola mint intézmény számára is.

S ezen az első vizsgán a gimnázium, annak vezetése és az itt tanító tanárok ugyanígy kiválóan helytálltak, s "egyesre" vizsgáztak, mint tanítványaik. Állítom ezt akkor is, ha nem is minden végző bizonyítványa volt tele egyessel, de ahogy felkészültek, ahogyan vizsgán szerepeltek, amennyire komolyan vették és fontosnak tartották az érettségi vizsgát, az mindenképpen a " kiváló" minősítést érdemli.

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Az iskolát elhagyó, kiváló diákokon kívül senki sem bizonyítja hitelesebben, hogy sikeres és bölcs lépés volt létrehozni itt, Budapesten ezt az iskolát. Csak azt kívánhatjuk magunknak, hogy sokáig fejtse ki nálunk eredményes tevékenységét

Budapest, 1995. május 13. Prof Vargáné Fónagy Erzsébet – érettségi elnök

 

2000 - 10 Jahre Österreichische Schule Budapest

Das Jahr 2000 bringt viel Neues und die Österreichische Schule wird stolze 10 Jahre alt. – Ein Grund für ein großes Fest und einen Rückblick auf bewegte Jahre.

 

2002 - Abschied von dem alten Schulgebäude in der Tábor-utca

Freude und Traurigkeit liegen oft nah beieinander. Im Jahre 2002 hieß es Abschied nehmen!

Internet – Archiv der Österreichische Schule Budapest

Der Akazienbaum kann so manches erzählen….

Ein letzter Blick aus dem Fenster der Direktion in der Tábor utca. Die Robinie streckt mir zum Abschied ihre kahlen Äste entgegen. Dahinter erhebt sich der schneebedeckte Burgberg. Elf Jahre lebten wir in guter Nachbarschaft und der vertraute Anblick wird mir fehlen. Im Frühling durchzog der süße Duft der Akazienblüten mein Arbeitszimmer, in der warmen Jahreszeit schützte mich das grüne Laub vor der grellen Sonne und im Winter faszinierten mich die bizarren Verrenkungen der Äste des alten Baumes. Ich beginne, die Aktenordner in die Transportkiste zu packen. Es hat sich viel angesammelt seit 1990.

Mit 50 SchülerInnen und sechs LehrerInnen haben wir damaIs diese Villa von der Arbeitermiliz übernommen. Für das Schuljahr 1991/92 hatten sich 800 Bewerber gemeldet. Die Aufnahmeprüfungen dauerten eine ganze Woche. 34 Schüler konnten wir aufnehmen.

1991 gaben sich prominente Besucher die Klinke in die Hand.

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1994 fanden der erste Maturaball und die erste Reifeprüfung statt. 24 KandidatInnen konnten die weiße Fahne hissen.

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Das kleine Schulhaus in der Tábor utca platzte schon aus allen Nähten, die Bezirksverwaltung erlaubte keinen Neubau, und wir mussten Räume in der alten Schule auf dem Krisztina körut anmieten. Für Lehrer und Schüler begann ein Wanderleben. Zerge lépcső runter, Zerge lépcső rauf, dazwischen schnell ein Getränk im Cáfé Déryné.

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Ich verstaue ein Jahr nach dem anderen in die Kiste. Der Akazienbaum und der Burgberg blicken mir über die Schulter. Etwas wehmütig packe ich den letzten Ordner in die Kiste. Er trägt die Aufschrift: "Raumplan für die Österreichische Schule Budapest, Orbánhegyi út 39-45. Bezug Jänner 2002."

Hofrat Dir. Mag. Alexander Kulman, Direktor der Österreichischen Schule Budapest (1990 – 2009) / Webseite – Archiv der Österreichischen Schule Budapest)


20. März 2002 - Eröffnung des neuen Schulgebäudes

Eine große Feier und viele Ehrengäste...

„Sie ham a Haus baut!“ – das neue Schulgebäude

Die neue orangefarbene Schule in der Orbánhegyi út, im 12. Bezirk. Frech, hell, im Grünen und freundlich. Eine Investition in eine fernere Zukunft!

Jahresbericht 2001/2002, S. 26

Im dreizehnten Jahr ihres Bestehens präsentiert sich die Österreichische Schule Budapest in neuer Umgebung und in einem modernen Schulgebäude. Unsere bisherige Heimstätte in der Tabor utca bot zwar eine familiäre Atmosphäre, konnte aber den Anforderungen einer zeitgemäßen Schule weder räumlich noch infrastrukturell gerecht werden. Der Stiftungsrat beschloss deshalb einen Neubau, der Lehrern und Schülern neue Perspektiven eröffnet.

Die Nachbarschaft zur Österreichisch - Ungarischen Europaschule der Schulbrüder lässt ein österreichisches Schulzentrum entstehen, das von der Grundschule bis zur Reifeprüfung eine sprachliche, kulturelle und naturwissenschaftliche Ausbildung nach österreichischem Vorbild ermöglicht.

Das freundliche und helle Ambiente der Driendlschen Architektur bildet den Rahmen und den Platz für einen kreativen Unterricht, großzügige Sportanlagen und eine moderne Turnhalle machen Lust auf körperliche Bewegung, ein bestens ausgestatteter Informatikraum und eine gut sortierte Bibliothek animieren zum Verweilen in der Schule auch nach dem Unterricht. Es werden neue Akzente gesetzt und die Aktivitäten, die im vorliegenden Jahresbericht nachzulesen sind, zeigen, dass Lehrer und Schüler neuen Schwung in den Schulalltag bringen.

Meine Aufgabe als Schulleiter ist es, diesen Elan zu fördern und eine lebens- und schaffensfrohe Schule zu ermöglichen. Die Voraussetzungen sind vorhanden, und dafür möchte ich dem Stiftungsrat, allen voran seinem tatkräftigen Vorsitzenden Ministerialrat Dr. Stephan Nagler danken, aber auch dem Architekten Driendl für seine großartigen Pläne und der Kongregation der Schulbrüder, die das Grundstück zur Verfügung gestellt hat. Danke auch den Firmen, die am Bau und an der Errichtung beteiligt waren und natürlich dem österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur für die bereitgestellten finanziellen Mittel.

Möge die Österreichische Schule Budapest im Sinne ihrer Gründer Brücke zwischen Österreich und Ungarn sein und für ihre Absolventen Ausgangspunkt für ein erfolgreiches Leben.

Hofrat Dir. Mag. Alexander Kulman, Direktor der Österreichischen Schule Budapest (1990 – 2009) / Jahresbericht 2001/2002, S. 7

 

2009 - Ein Abschied und eine Hofübergabe

Hofrat Dir. Mag. Kulman Alexander verabschiedet sich ins wohlverdiente Sabbatical und übergibt die Österreichische Schule in die Hände seines Nachfolgers Mag. Günther Kaiser. SchülerInnen und LehrerInnen verabschieden sich in einer berührenden Feier vom ihrem beliebten Direktor, der viele Jahre lang für die Schule im Einsatz war.

Für seine 19-jährige erfolgreiche Tätigkeit als Direktor der Österreichischen Schule Budapest wurde Herrn Direktor Kulman der Ehrentitel Hofrat verliehen. Bei der feierlichen Übergabe kam es gleichzeitig zur Betrauung von Herrn Mag. Günther Kaiser als neuen Direktor ab dem Schuljahr 2009/2010.

Verabschiedungsworte von Herrn Direktor Alexander Kulman:

Liebe Eltern! Liebe Schülerinnen und Schüler! Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Mit 31. Juli 2009 beende ich meine Tätigkeit als Schulleiter der Österreichischen Schule Budapest. Meine Nachfolge wird Herr Mag. Günther Kaiser antreten.

Als ich im Jahre 1990 vom österreichischen Unterrichtsministerium mit dem Aufbau einer österreichischen Schule hier in Budapest beauftragt wurde, hatte ich klare Vorstellungen, wie so eine Schule sein sollte. Viele dieser Vorstellungen konnte ich in den 19 Jahren meiner Tätigkeit umsetzen, weil ich von Beginn an die Unterstützung guter Lehrerinnen und Lehrer hatte, weil verständnisvolle und kompetente Vorgesetzte und Behörden der Österreichischen Schule Budapest wohlwollend gegenüber standen und weil Eltern und Schüler unser Bildungsangebot von Anfang an mit Begeisterung annahmen.

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Für die Zukunft wünsche ich meinem Nachfolger Mag. Kaiser Günther, allen Lehrerkolleginnen und Lehrerkollegen und den Schülerinnen und Schülern viel Freude und Erfolg für ihre Arbeit.

 

Erste Grußworte des neuen Direktors der Österreichischen Schule Budapest, Mag. Günther Kaiser:

Ab dem 1. August 2009 wurde ich mit der Leitung der Österreichischen Schule Budapest betraut. Es ist der erste Direktorenwechsel seit der Gründung unserer Schule im Jahre 1990.

Nach einer derart langen Zeit haben sich viele Abläufe und Organisationsmuster eingespielt. Ich möchte diese Erfahrungen nützen, diesen Wechsel aber auch dazu verwenden, starre Muster aufzubrechen und innovativ an neuen Vorhaben zu arbeiten.

Unsere Schule soll weiter dazu beitragen, die kulturellen Beziehungen zwischen Ungarn und Österreich zu pflegen. Dabei liegt mir der Begriff Wertschätzung am Herzen. Wertschätzung fördert nicht nur das Zusammenleben der Völker, sondern ist für uns in der Schule auch ein wichtiger Faktor, um Leistung bringen zu können.

Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit und wünsche uns allen einen guten Start ins neue Schuljahr.

Mag. Günther Kaiser, Direktor der Österreichischen Schule Budapest

 

In der Österreichischen Schule Budapest geht die Arbeit weiter. Lernen, neugierig sein, verändern, umbauen, über die Grenzen schauen….

 

2010 - 20 Jahre Österreichische Schule Budapest

 

Die vergangenen 25 Jahre:

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